Was ist das Grammatische Telefon?
Das Grammatische Telefon ist eine kostenfreie telefonische Sprachberatung. Montags bis
freitags zwischen 10 und 12 Uhr beantworten seine Mitarbeiter Fragen zu Rechtschreibung,
Zeichensetzung und Grammatik.
Gegründet wurde das Grammatische Telefon 1981 von den Aachener Linguistikprofessoren Ludwig
Jäger und Christian Stetter. Ihre Idee war, der Öffentlichkeit eine Dienstleistung zur
Verfügung zu stellen, für die ihrer Erfahrung nach ein großer Bedarf bestand. Heute ist das
Grammatische Telefon eine der meistkonsultierten
Sprachberatungseinrichtungen im deutschsprachigen Raum.
Das Grammatische Telefon ist eine Abteilung des Forschungszentrums
für Kommunikation und Schriftkultur e.V. (FoKS) beim Germanistischen Institut der RWTH
Aachen. Die wissenschaftliche Leitung hat Prof. Dr. Christian Stetter.
Wer ruft an?
Die meisten Anrufenden sind professionell Schreibende: Sekretärinnen, Journalisten,
Werbetexterinnen und Sachbearbeiter aus Wirtschaft und Industrie, Verwaltung,
Wissenschaft und anderen Bereichen.
Daneben suchen auch Lehrer/-innen, Schüler/-innen bzw. ihre Eltern und andere Privatleute
sprachlichen Rat beim Grammatischen Telefon.
Was wird gefragt?
Die Fragen erstrecken sich über nahezu alle Bereiche der
Sprache, insbesondere den Schriftgebrauch. Die meisten Fragen betreffen Kommasetzung,
Zusammen- und Getrenntschreibung sowie Groß- und Kleinschreibung. In der Grammatik sind es
zum Beispiel Probleme bei der Deklination von Adjektiven, die immer wieder Anlaß zur Nachfrage geben.
Weitere Anfragen gibt es zur Wortbedeutung, Stilistik und Textformulierung.
Die Anfragen werden - selbstverständlich anonym - erfaßt und
kategorisiert. Das Datenmaterial dient zum einen als
Grundlage für die Weiterbildungsseminare des Grammatischen
Telefons. Zum anderen steht es der Forschung zur Verfügung. Auf seiner Basis sind
Regelwerke und Ratgeber zur Zeichensetzung, Groß- und
Kleinschreibung und zu Zweifelsfällen des Deutschen veröffentlicht worden.
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